Bremerhaven, den 10.11.2023
Dieser Text ist handgeschrieben, und stammt nicht von einer KI, hat also Ecken und Kanten
( ….und, sicherlich auch Rechtschreibfehler, da keinen Lektor)!
Traurig, daß man dies mittlerweile betonen muß!

Mein Trigger für das letzte Video (s.u. oder ) war der neue Asterix: Die weisse Iris!
Die Geschichte ist klasse und geht tiefer, als man auf den ersten Blick vermutet. (…auch die “Letzte Generation” wird in dem Asterix Band verewigt.)
Eine klare Kaufempfehlung!

Der Plot zeigt, wie einfach man auch ein Dorf streitlustiger Gallier manipulieren kann:
in dem man ihnen vorgaukelt, man könne fühlen, wie sie und man wisse, was sie denken.
OK, das behaupten auch einige Wahlversprecher.

Der Plot: 

Cäsar hat, um das kleine Dorf in sein Reich „einzugliedern“, einen neuen Mann beauftragt, VisusVersus.

Der Name ist Programm.

Er ist, könnte man sagen, Achtsamkeitstrainer, mit allen bekannten Kalender-Sprüchen, softer Kommunikationstrainer, Coach. 

Sein eigentliches Ziel, und sein Handwerk, ist aber die Manipulation:
wie kann ich jemanden so beeinflussen, daß er auch gegen seine eigenen Interessen handelt? 

Visa Versa eben, umdrehen.

Habt Euch alle lieb, dann gibt es auch keine Probleme.
Verständnis und Zuhören können auch effektive Waffen sein.
Eigentlich ein ernstes Thema. Denn, nur so zu tun, als wenn man jemanden verstehen würde, hat nichts mit Empathie zu tun. Die setzt dort an, wo ich mir zugestehe, dass ich andere Menschen immer nur aus meiner Sicht sehen kann. Erst wenn ich das akzeptiere, kann ich versuchen, die Sicht anderer Menschen zu verstehen. Das ist harte Arbeit.


Zurück zum Dorf ( in Gallien!!): 
Die Gallier sollen eingelullt werden, damit sie nicht mehr wachsam sind, und Cäsar leichtes Spiel hat.
Obelix schöpft Verdacht, nachdem selbst die Wildschweine schmusen wollen. “So macht das doch keinen Spaß!”

Auch Bremerhaven ist eigentlich ein kleines Dorf. Das macht die Stadt sympathisch und lebenswert.

Aber!

Wir haben uns offensichtlich nicht alle lieb, aber trotzdem versuchen wir immer zu verstehen, was die anderen wollen. 
Das nennt man Toleranz, und Bremerhaven ist eine offene, tolerante Stadt.

Aber, offensichtlich gibt es auch reichlich Probleme und wir haben das Gefühl, daß die, die eigentlich in unserem Interesse handeln sollten, diese Probleme nicht lösen.
Dafür haben wir:

Gestaltungswerkstätten, Arbeitskreise, Arbeitsgemeinschaften, Workshops, runde und eckige Tische, Beteiligungen und was weiß ich nicht alles….

Trotzdem dreht sich die Stadt im Kreis!

Warum das so ist?
Eine These:
Zu viele Gesprächsrunden, in denen ein Konsens gesucht wird, verschleiern, daß es manchmal zu Beginn keinen Konsens gibt und manchmal keinen geben kann.
Erst wenn ich die unterschiedlichen Interessen und Motive klar und deutlich formuliere und aufeinanderprallen lasse, gibt es eine reale Basis einen möglichen Konsens zu finden. 

Um bei Asterix zu bleiben:
Die Römer wollen das kleine Dorf besiegen. Das ist ihr Ziel.
Die Gallier wollen Römer verkloppen, das ist ihr Interesse.
Punkt!

Aber zurück zum kleinen Dorf im Norden!

Beispiel: Karstadt:
Was gab es nicht alles für Beteiligungen, und Arbeitskreise, Gestaltungswerkstätten. 
Und was ist passiert?

Um im Bild des Asterix Bandes zu bleiben, scheint allein OB-fix zu bestimmen, was nun passiert. Denn auf einem Schild stehend, meint man einen besseren Überblick zu haben, obwohl die Gefahr groß ist, den Bodenkontakt zu verlieren.
Zurück in den Norden:
Ein Investor wird beim Karstadt Gelände seine eigenen Ziele und Pläne mit dem Grundstück zu verfolgen, was ja eigentlich auch sein Job ist. Die Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung sind da nur eine Variable.
Investoren haben einen Vorteil: sie stellen (fast) immer klar, daß Rendite ihr Interesse, ihr Motiv ist. 
Das ist OK! Wenn es anders wäre, würde auch ich ihnen kein Geld anvertrauen.
Und seit “Pretty Women” haben viele Normalbürger damit auch kein Problem, denn seit Richard Gere wissen wir, auch Heuschrecken sind eigentlich ganz nett, und brauchen Liebe!
Ich habe mit Investoren keine Probleme, da sie ihre Interessen offenlegen. Es ist immer klar, mit wem ich es zu tun habe.
Das mag ich.
Aber bei der Politik ist das anders.
Da sieht sich jeder in der Tradition eines Niccolò Machiavelli!
Ein paar Lanz Sendungen mit Precht reichen da schon aus.
Und nach der Lektüre von Su Tsu ” Die Kunst des Krieges” ist dem Lokalpolitiker klar, der Nebel des Krieges, die Kunst seine Taktik zu verschleiern ist die einzig richtige Art Kommunalpolitik zu betreiben. Im Verborgenen lassen sich besser Pläne schmieden. Ich komme vom Thema ab, ich weiß…….

Wenn diese Entwicklung beim Karstadt Grundstück, also die große Investorenlösung, von Anfang an der Plan war,
warum wurde er nicht offengelegt? Warum dieses ganze Vorspiel. Warum das ganze Vorgeplänkel?
Warum wurden wir so vorgeführt, unsere Lebenszeit vergeudet?


Beispiel: Verkehrswende
Am 2.11: die Sitzung der Stadtteilkonferenz Mitte. 8 Personen anwesend. Enttäuschend! Warum besteht so wenig Interesse daran, wie sich die Innenstadt entwickelt?
Na ja, es wurde ein kleiner intensiver Plausch. Link zum Protokoll der Sitzung:
Ein großes Thema: die Veranstaltung des Verkehrswendebündnisses Bremerhaven: LKW raus aus der Innenstadt.(BUND) (NZ)
Dr. Susanne Gatti und Johnannes Jasca, die Hauptdarsteller der Veranstaltung, waren nicht nur anwesend, sondern auch verärgert, als ich meine Sicht auf die Veranstaltung schilderte. Dazu hatten sie keinen Grund, denn, sie haben wirklich viel auf die Beine gestellt. Respekt!
Was Johannes Jasca auf die Palme brachte: Ich sah in der Abwesenheit einiger Politiker eine Botschaft der Politik, während Gatti und Jasca betonten, nein, einige hätten sich entschuldigt, die Politik sei Feuer und Flamme! 

Ich habe da so meine Zweifel. Die Reaktion von Sergje Strelow zeigt, wie man in der SPD das Thema sieht. 
Die Hafenrandstraße (ein Thema der Veranstaltung): Mitte gegen Eckernfeld?
Welche Gesundheit ist mehr wert?
OK, heute nicht mein Thema.

LKW raus der Stadt, was kann daran eigentlich so schlecht sein?
Gar nichts!


Aber ich hatte ein flaues Bauchgefühl bei der Veranstaltung.
Kann mal alle LKW verbannen?
Dies alles oder nichts Prinzip des Positionspapiers, störte mich.
OK, es macht manchmal Sinn, die Latte hoch zuhängen. 
Aber diesmal stört mich auch etwas anderes.

Eigentlich war es Doris Hoch(GRÜNE), die es auf der STK Sitzung auf den Punkt brachte!

Gesundheit!

Der Verkehr kostet Gesundheit.
Das ist der Preis, den wir alle zahlen! Aber dieser Preis spielte auf der Veranstaltung kaum eine Rolle spielte.

Wie viel unserer Lebenszeit sind wir bereit für fließenden Verkehr und Wirtschaft opfern.
Denn, der LKW-Verkehr in der Stadt belastet die Gesundheit. Das ist die Einpreisung des Streites.

Wirtschaftliche Interessen gegen Gesundheit! Mitte gegen Eckernfeld!

Aber diskutiert wurde über abstrakte Streckenführungen! 

Eine Stadt darf nicht krank machen, Punkt.

Stellt Euch mal folgende Schlagzeile vor:

FIKTIVE! Schlagzeile in der Nordseezeitung
“Die Koalition und die Hafenwirtschaft pfeifen auf die Gesundheit der Bremerhavener!
Wie viele müssen noch sterben?”

Wie hört sich das an?
Auf Netflix läuft aktuell die Serie: “The Fall of the House of Usher” Poe at his best, die Serie ist klasse.

YouTube player

Spoiler:

Es war ein Deal mit dem Tod, der alle Mitglieder der Familie Usher sterben ließ.
Seid ihr bereit für ein sorgenfreies, gesundes, reiches Leben Eure Blutlinie zu opfern. 

Kurz, der Preis für Euer langes, reiches, sorgenfreies Leben bezahlt die nächste Generation?

Die Ushers haben in den Deal eingeschlagen.
Erst als das letzte Mitglied der Familie stirbt, jemand, der nichts mit dem ganzen kriminellen Tun der Familie zu tun hatte, wird dem Patriarchen klar, wie hoch der Preis war. Das Geschäft wurde die ganzen Jahre über vom “Vertragspartner” begleitet, bis er die Rechnung präsentierte, und den Anspruch vollstreckte.

Die richtige Serie zur richtigen Zeit!
Wir benehmen uns wie die Familie Usher.
Für unser jetziges Leben soll die nächste Generation den Preis bezahlen: eine andere Welt!

Spoiler Ende


Also, es gibt starke Interessen und Motive, den LKW Verkehr in der Stadt einzudämmen, zumindest gesundheitsverträglicher zu gestalten.
Gesundheit, das ist das Thema, das ganz oben auf der Agenda steht, stehen sollte!

Wenn wir schon dabei sind!

Lärm (NYT) und Feinstaub (Yale) töten, und beim Feinstaub durch Reifenabrieb steht man erst am Anfang zu erkennen, wie toxisch das ist, was die Reifen der Fahrzeuge jede Sekunde in die Umwelt abgeben. (siehe Link).
Egal ob elektrisch oder Verbrenner. E-Autos sind sogar noch schlimmer, da sie schwerer sind. Ein schlechter Deal!
Die New York Times betitelt den oben verlinkten Beitrag:

Lärm kann Ihr Leben um Jahre verkürzen!

NYT s.o.

Es reicht nicht aus, sich liebzuhaben, zu reden, wenn wir nicht die Fakten offenlegen, über die wir reden.
Und wir reden hier über Lebenszeit!

Warum ist das so wichtig?
Nur wenn man Gründe richtig benennt, kann man Menschen bewegen:


Das Kopierer-Experiment der Psychologin Ellen Langer Zitat:
Lange Schlange vor dem Kopierer, ich will mich vordrängeln.
Mit welchem Spruch habe ich den meisten Erfolg? 
„Entschuldigung, ich habe 5 Seiten.Darf ich den Kopierer benutzen?“: 60 % 
„Entschuldigung, ich habe 5 Seiten.Darf ich den Kopierer benutzen, 
weil ich Kopien machen muss?“: 93 % 
„Entschuldigung, ich habe 5 Seiten. Darf ich den Kopierer benutzen, 
weil ich in Eile bin?“: 94 %

Zitiert nach: The Power of the Word “Because” to Get People to Do Stuff
“Because” is a magic word when you want to get people to do something.
Susan Weinschenk Ph.D. in Psychology Today

Das Zauberwort? –WEIL….-
Je stärker die Gründe, egal ob sie stimmen oder nicht, desto mehr Erfolg habe ich, Menschen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen!


Aber, das mag man Bremerhaven überhaupt nicht gerne, die Politik läßt ihre wahren Beweggründe lieber im Nebel!

Dann lieber die Menschen im Nachhinein informieren. Es folgt ein kleiner Aufschrei, und danach der typische
Bremerhaven Blues:
Die machen sowieso was sie wollen, kann man nichts machen!

Und dann ist Ruhe!

….und so dreht sich die Stadt im Kreis.


Etwas mehr Obelix, der lieber aufmüpfige Römer mag, mit denen man sich prügeln kann
(…. ich fühle mich ja manchmal wie Troubadix)


und etwas weniger Visus Versus, weniger einlullen, das suggeriert, man hätte eine Lösung, wo man eigentlich nur um den heißen Brei herumredet.

Das wars!

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ekrowski

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