Die Nordseezeitung berichtete am 26.11.2021 (Beitrag vom 26.11.2021 )
Das eigentliche Problem ist lange bekannt. Schon die Mobilitätsbefragung 2014 der Stadt Bremerhaven belegte das Problem, und auch die Studie der Arbeitnehmerkammer betont die hohe Pendlerrate im Land Bremen, der auch kurze Konjunktureinbrüche nichts anhaben konnten.

Auch der  BLG ist die Lage bekannt, aber sie verweist auf die Stadt, die Stadt auf die Wirtschaft, eine Catch22 Situation, und es passiert nichts.
Es gibt nicht die “eine Lösung”, doch ein Blick auf andere Städte könnte zumindest eine Anregung sein.
Bremerhaven sieht sich noch immer vor als Zuwegung für den Hafen und für die Wirtschaft, wie die CDU es noch aktuell in ihrer Stellungnahme zur Columbusstraße deutlich gemacht hat.
Selbst die Handelskammer konnte die CDU nicht von ihrem Mantra abbringen.
(Bericht NZ vom 29.11.2021)
Die Meinung der SPD ist noch nicht so ganz deutlich herausgekommen.

Was sagen nun die Grünen?
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Mobilitätswende:
Belastungen minimieren unattraktive Angebote für Berufspendler*innen schaffen. Täglich pendeln 24.600 Menschen (2019) aus dem Umland zur Arbeit nach Bremerhaven und zurück, beinahe die Hälfte aller Beschäftigten. Fast 90% nutzen dafür das eigene Auto. Dazu meint der Vorstand des Bremerhavener Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Natürlich sind die Stadt, die ansässigen Betriebe und der Handel auf diese Pendler*innen angewiesen. Dies steht außer Frage. Fest steht aber auch: Den Preis für den Pendelverkehr zahlen die Menschen in Bremerhaven. Breite Straßen zerschneiden unseren Siedlungsraum und rauben wertvolle Flächen. Der Autoverkehr, Abgase und Lärm mindern unsere Lebensqualität. Jeden Tag dienen unsere Wohngebiete als kostenloser Parkplatz. Ein stehendes Fahrzeug verbraucht durchschnittlich gut 12,5m² Fläche – das sind bei 21.000 Fahrzeugen mehr als 26 Hektar.Die Gründe, weshalb so viele Menschen das Auto zum Pendeln nutzen, sind vielfältig. Es liegt nicht allein an schlechten ÖPNV-Anbindungen oder mangelhaften Radwegen – da sind auch unsere Nachbargemeinden in der Pflicht. In der Verantwortung steht die Politik der Bremerhavener Regierungskoalition. Sie macht es Menschen viel zu einfach, das Auto zum Pendeln zu nutzen. So erscheinen die Alternativen unattraktiv. Die Priorität von SPD, CDU und FDP ist es, lediglich den Status Quo zu erhalten. Sie agieren zum Vorteil des motorisierten Individualverkehrs, der Pendelnden und der Umlandgemeinden. Die Bremerhavener*innen spielen dabei nur eine Statistenrolle. Denn die Regierungskoalition blendet aus, dass die Bremerhavener*innen viel häufiger als die Pendler*innen mit dem ÖPNV, dem Rad oder zu Fuß zur Arbeit kommen. In Sachen Berufspendelverkehr müssen wir gerade den Hafen in den Fokus nehmen. Hier brauchen wir endlich attraktive Angebote: Eine echte Radinfrastruktur und eine gute Busanbindung. Die Idee eines Buspendelverkehrs verfolgen wir GRÜNEN seit gut einem Jahr. Erste Gespräche, auch mit Bremen, wurden bereits geführt. Vorstellbar ist ein gegenläufiger Pendelverkehr mit zusätzlichen Verstärkungen zu den Schichtwechseln. Dazu gehören auch Stopps an Knotenpunkten sowie den Bahnhöfen, um zügig und komfortabel von und in den Hafen zu kommen. Wir fordern von SPD, CDU und FDP endlich mehr konkrete Ideen für eine klimafreundliche und bürgernahe Verkehrspolitik.“
Für Rückfragen: Christian Neuhäuser 0176-23168516

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